Buchvorstellung und Rezension: Sommernachtswende von Christelle Zaurrini - Liebesroman, New Adult

Es ist diese trügerische Normalität, die alles nur noch schlimmer macht. Eine Normalität, die absolut nicht mehr in meinen Alltag passt und versucht, mich davon zu überzeugen, dass es doch so ist. Das alles in Ordnung ist - was es nicht ist...

"Emma, mein Engel. Komm bitte mit runter..." Seit zwei Tagen liege ich bereits in meinem Bett. Abwechselnd an die Decke starrend und das Gesicht im Kissen vergrabend - in ihr Kissen. Ich weiß, dass ich meinen Vater mit meinem Verhalten Schmerzen zufüge und Unrecht tue. Er braucht mich und ich müsste für ihn da sein, aber ich kann es nicht. Ich schaffe es nicht, nach meinem alten Schema weiterzumachen. Zu wissen, dass der Alltag weitergeht. Ohne sie. Ohne meine geliebte Mutter, die mir mein Leben lang Kraft gegeben hat. Der ich nicht oft genug gesagt habe, wie viel sie mir bedeutet.

...

 

Prolog

 

Autoren-Information

Christelle Zaurrini wurde 1992 in Luxemburg geboren und lebt heute mit Freund und Kater in der schönen Eifel. Die Liebe zum Geschriebenen beschränkte sich zunächst auf die Bücher vom Meister des Grauens, festigte sich aber, als eine ganz bestimmte Dystopie sich an ihr Herz klammerte und nicht mehr locker ließ. Es wurde zu einer Leidenschaft, die sich später auch im Selbstgeschriebenen widerspiegelte. Mit ihrem Blog und kurzen Gedichten hat das Schreiben begonnen, um mit ihrem Debütroman »Sommernachtswende« erst richtig zu starten.

    

Buchinformationen

Genre: Liebesroman, New Adult 

 

Titel: Sommernachtswende

 

Autorin: Christelle Zaurrini             

 

Verlag: Drachenmond-Verlag

 

Erscheinungsdatum: 18. Dezember 2015

   

Formate: Taschenbuch, e-Book 

 

Seitenanzahl: 256 Seiten

 

ISBN: 978-3959910392

 

Preise:

  • 12,00€ (Taschenbuch)
  • 3,99€ (e-Book)

 

Klapptext

Glück findet man nur dort, wo das Herz ist.

 

Fünf Jahre nach dem Tod ihrer Mutter findet sich Emma zum ersten Mal wieder in ihrem Heimatdorf ein und stellt sich ihrer Vergangenheit. Alten Feindschaften, ihrer vernachlässigten besten Freundin und dem ganzen Schmerz. Dann taucht Dylan auf, selber gezeichnet vom Schicksal, und beginnt Emmas sorgsam errichteten Mauern einzureißen.

    

Rezension

Nachdem ich den eigentlichen 2. Band Winternachtssonne von Christelle Zaurrini begeistert verschlungen habe, wollte ich nun auch den Anfang noch kennenlernen. Man kann übrigens beide Geschichten völlig unabhängig voneinander lesen, wobei die Charaktere aus Band 1 auch in Band 2 mitwirken. Jedoch sind es zwei komplett in sich geschlossene Geschichten.

 

Sommernachtswende hat mich ehrlich gesagt nicht so mitgerissen wie die Fortsetzung. Hier erzählen Dylan und Emma ihre Liebesgeschichte. Beide hat das Schicksal schwer getroffen und beide sind dadurch irgendwie auch etwas verkorkst. Sie haben Schwierigkeiten sich einzugestehen, dass sie zusammengehören.

 

Emma ist eigentlich zuckersüß und viel zu lieb zu ihren Mitmenschen. Sie opfert sich stets für andere auf, obwohl es ihr selbst nicht besser geht. In meinen Augen ist sie ein bewundernswerter Mensch.

 

Dylan ist einfach verblendet. Er hat die Verantwortung für seine jüngeren Schwestern übernommen und vergisst dabei, dass er selbst auch noch ein Leben hat. Seine selbstlose Art ist wirklich für die Mädels klasse, aber ich bin froh, dass Emma ihm die Augen geöffnet hat und er bemerkt hat, dass ein Leben mit seinen Schwestern nicht sein eigenes Leben ausschließt.

 

Auch wenn dieses ständige Hin und Her in diesem Roman etwas genervt hat und auch die Story an sich nicht so richtig in Gang kam, hat mir die Geschichte aber eines aufgezeigt - Schweigen und Verheimlichen sind nicht immer der beste Weg zur Lösung. Wenn manche Dinge sofort ausgesprochen und geklärt werden würden, dann gäbe es am Ende viel weniger Ärger und Schmerz. Schweigen ist also nicht immer Gold, denn Reden kann Vieles schon aus der Welt schaffen, bevor es überhaupt erst zu einem Problem wird.

 

Insgesamt hat mich dieser Roman leider nicht umgehauen wie Winternachtssonne, aber ich habe daraus etwas mitgenommen und dies ist sehr viel wert.

    

Bewertung

4 von 5 Sternen

    

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