Buchvorstellung und Rezension: Wie Monde so silbern (Band 1 der Luna-Chroniken) von Marissa Meyer - Fantasy, Science Fiction, Märchenadaption

Kai blickte sie schräg von der Seite an. Sein Blick war intensiv. "Ich finde ja, du solltest mit mir zum Ball gehen." Er war so ernst, so bestimmt. Und sie war so nervös.

"Aber es gibt ungefähr zweihunderttausend Mädchen in dieser Stadt, die sich ein Bein ausreißen würden, um dich zu begleiten."

Obwohl er ie nicht, berührte, konnte sie ihn deutlich spüren, übermächtig und voller Wärme. Es wurde heiß, auch wenn ihre Temperaturanzeige keine Änderung vermerkte.

"Cinder."

Sie konnte nicht anders. Sie sah ihn an. Als sie die Verletzlichkeit in seinen braunn Augen bemerkte, brach ihre Verteidigungsmauer in sich zusammen. "Zweihunderttausend Mädchen", sagte er. "Und was ist mit dir?"

Cyborg. Lunarierin. Mechanikerin. Sie war ganz sicher die Letzte, die er wollte. "Er tut mir leid, aber glaub mir: Du willst bestimmt nicht mit mir gehen."

 

Umschlagtext

 

Autoren-Information

Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der "Luna-Chroniken" sind ihr Debüt als Schriftstellerin.

    

Buchinformationen

Genre: Fantasy, Science Fiction, Märchenadaption 

 

Titel: Wie Monde so silbern (Die Luna-Chroniken 1)

 

Autorin: Marissa Meyer

 

Übersetzung: Astrid Becker

 

Verlag: Carlsen

 

Erscheinungsdatum: 17. Juni 2015

   

Formate: Gebundene Ausgabe, Taschenbuch, e-Book

 

Seitenanzahl: 384 Seiten

 

ISBN: 978-3551583352

 

Altersempfehlung: 12+

 

Preise:

  • 18,99 (gebundene Ausgabe)
  • 9,99€ (Taschenbuch)
  • 9,99€ (e-Book)

weitere Romane:

  • Wie Blut so rot (Band 2)
  • Wie Sterne so golden (Band 3)
  • Wie Schnee so weiß (Band 4)

 

Klapptext

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

    

Rezension

Unter den Luna-Chroniken von Marissa Meyer habe ich mir anfangs ehrlich gesagt etwas anderes vorgestellt, da sie ja in die Kategorie Märchenadaption eingestuft werden. Nachdem ich nun das erste Buch Wie Monde so silbern, welches nach dem Aschenputtel-Prinzip geschrieben ist, gelesen habe, kamen mir Worte wie Hover, Cyborg oder auch Android entgegen, welche mich erst einmal völlig aus dem Konzept geworfen haben. Ich war eigentlich die ersten Seiten nur geschockt. Dies ging aber schnell in Begeisterung über, da ich nun Science Fiction liebe und mich diese Reihe irgendwie an Star Wars erinnert und ich diese Film schon immer mit großer Begeisterung gern gesehen habe.

 

Das Buch Wie Monde so silbern handelt von einem Cyborg-Mädchen namens Cinder, welches eine böse Stiefmutter und zwei Stiefschwestern hat. Nur hier ist Cinderella Cinder kein einfach verwaistes Mädchen ist, sondern eine Mechanikerin mit einer höheren Bedeutung. Auch ein wahrer Prinz darf in der Geschichte natürlich nicht fehlen. Dieser ist der Prinz beziehungsweise Neukaiser Kaito vom Asiatischen Staatenbund.

Ich möchte gar nicht so sehr auf den Inhalt eingehen, da dieses Buch un somit wahrscheinlich die komplette Reihe echt lesenswert ist. Soviel sei verraten - es spielt in einer hochentwickelten, technologisch fortgeschrittenen Zeit und befasst sich mit außenpolitischen Problemen, welche über die Grenzen der Erde hinausreichen.

 

Wie ich nur leider feststellen musste, sind die Bücher der Luna-Chroniken ein zusammenhängende Reihe, so dass man die Bücher nicht unabhängig voneinander lesen kann, was ich anfangs eigentlich dachte. Nun gut - jetzt habe ich Feuer für diese Roman-Reihe gefangen und werde die anderen drei Bücher wohl genauso verschlingen wie dieses hier.

 

Die Geschichte wird übrigens aus der Erzähler-Perspektive erzählt, welche mir aber gar nicht so aufgefallen ist, da viele Dialoge und Gedanken davon ablenken.

Dem Roman fehlt es an nichts. Es ist spannend, informativ und auch etwas tragisch.

Der Anfang war zwar etwas schwierig durch die vielen unbekannten Wörter für mich zu lesen, aber nachdem ich mir der Bedeutung bewusst wurde, ging es in einen schönen Lesefluss über.

 

Ich weiß auch nicht, aber ich glaube, ich liebe die Luna-Chroniken jetzt schon.

    

Bewertung

5 von 5 Sternen

    

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