Meine 1. handgemachte Naturseife – Ein Abendteuer mit gewissen Hindernissen

Hallo Ihr Lieben,

 

lange Zeit war es nur ein Gedanke von mir, welcher nun erstmalig Formen annimmt. Seit meiner kompletten Umstellung auf Naturkosmetik reifte der Wunsch in mir, meine Produkte nach eigenen Vorlieben selbst herzustellen. Einen tollen Deo-Roller mit Grapefruit-Duft habe ich mir schon vor längerer Zeit kreiert. Jedoch war das keine große Herausforderung für mich. Nun bin ich nach langem Überlegen und Recherchieren auf die Seifensiederei gekommen.

Zuerst habe ich mich vielseitig im Internet zu diesem Thema belesen und bin dabei auf sehr interessante Seiten gestoßen. Bücher gibt es zu diesem Thema auch eine Vielzahl. Jedoch scheint nicht jedes perfekt für den Einstieg in diese doch recht anspruchsvolle Materie zu sein. Nachdem ich mir sehr viele Kritiken und Testberichte zu den verschiedensten Büchern durchgelesen hatte, habe ich mich für das Buch „Seifen selbst gemacht“ von Leanne & Sylvain Chevallier entschieden und finde dieses für mich optimal, da es sachlich aber trotzdem einfach verständlich ist.

Eins, zwei Tage befasste ich mich nun intensiv mit diesem Buch und suchte mir anschließen ein Rezept heraus, damit mein Wunsch von der eigenen Seife nun endlich auch in die Tat umgesetzt werden kann. Nicht alle Zutaten sind überall erhältlich, so dass ich Vieles erst einmal online bestellen musste.


Letzte Woche kam nun meine langersehnte Bestellung endlich an und den Rest wie Oliven-, Sonnenblumen- und Kokosöl besorgte ich mir noch schnell im Supermarkt. Da ich nun auch endlich loslegen wollte, war ich richtig glücklich, dass meine Tochter an diesem Tag nicht auf ihren Mittagsschlaf verzichten wollte. Ich nutze also die Zeit, indem ich meine Zutaten für meine erste Seife zusammensuchte, abwog und bereitstellte. Da man bei jeder Seifenherstellung bekanntlich mit der Natronlauge anfängt, zog ich meine vorher besorgte Schutzkleidung aus dem Baumarkt an und ging mit dem Wasser und den Natron auf die Terrasse, um diese herzustellen. Ich gab das Natron vorsichtig unter Rühren dem Wasser hinzu und erwartete jetzt eine richtig heftige Reaktion. Was passierte, war aber leider gar nichts. Jetzt ging das große Grübeln los und ich versuchte mehrere Male – auch mit Hitzezufuhr – diese Natronlauge herzustellen. Nach zirka 2 Stunden habe ich es dann endlich aufgegeben und mal gegoogelt, was denn jetzt so schief gelaufen ist bei mir. Ich bin dann nach einer halben Ewigkeit darauf gestoßen, dass es Umgangssprachlich zwei Natrons gibt – Natriumbicarbonat, das sogenannte Soda und Natriumhydroxid, das Ätznatron. Nun schaute ich mal spaßenshalber auf meinen Bestellzettel und sehe dort, dass ich das einfache Natron, welches man für Wäsche, Zähne und auch Backen verwenden kann, bestellt habe. Damit bekommt man niemals eine funktionierende Natronlauge ohne Chemielabor hin. Glaubt mir – ich war in diesem Moment richtig stinksauer auf mich und auch der Rest des Tages war dann irgendwie gelaufen. Ich bestellte mir also noch schnell das benötigte Ätznatron im Internet und stellte alle vorbereiteten Zutaten nun in den Kühlschrank.

Gestern kam es dann nun endlich – das Ätznatron. Da mein Mann nichts vorhatte, habe ich ihn gleich mit den Kindern fortgeschickt, so dass ich mich endlich meiner ersten Seife widmen konnte. Die Zutaten waren ja schon alle abgewogen, so dass ich sehr schnell beginnen konnte. Also ging ich erneut in Schutzkleidung mit Brille, Handschuhe und Mundschutz auf meine Terrasse, um die Natronlauge mit dem Ätznatron herzustellen. Auch dieses Mal nahm ich nicht wirklich eine heftige Reaktion wahr. Aber das Natron löste sich komplett auf und auch mein Topf war heiß, so dass ich es nun einfach wagte, mit der Seifenherstellung fortzufahren. Erst mischte ich die vorher von mir erwärmten festen Öle mit den flüssigen Ölen und gab dann die Natronlauge hinzu. Mit dem Schneebesen vermengte ich die Menge bis eine homogene Masse entstand. Dann gab ich bei der dunklen Seife noch Sojamilch mit Kakao hinzu und mixte dieses Gemisch wahrscheinlich etwas zu lang mit dem Mixer, da meine Masse am Ende irgendwie einem Schokopudding glich. Egal, ich gab nun noch meine ätherischen Öle hinzu und füllte dann alles in meine Kuchenbackform, welche ich vorher mit Backpapier ausgekleidet habe, und deckte diese dann mit einem Wischtuch ab.

Da ich mir für meine erste Seife gleich etwas Kompliziertes herausgesucht hatte, musste ich für die weiße Masse alles noch einmal machen, da es eine komplett andere Seife mit anderen Zutaten ist. Diese Masse habe ich übrigens auch bis zum Pudding gemixt.

Nachdem nun auch die zweite Masse in der Form war, deckte ich diese mit Frischhaltefolie ab, umwickelte noch mein Wischtuch darum und stellte es aufs Fensterbrett. Da das natürlich alles total neu und spannend für mich ist, habe ich ständig gefühlt, ob die Seife nun schon fest ist und was so passiert. Ich fand es ehrlich gesagt richtig faszinierend, dass meine Mischung ziemlich lange warm geblieben ist und man somit den Verseifungsprozess wahrhaftig spüren konnte. Trotzdem musste ich mich etwas gedulden, bis ich nun endlich nachschauen konnte, ob es geklappt hat. Nach zirka 18 Stunden war meine Geduld aber am Ende und ich holte die Seife aus der Form, um sie zu schneiden. Was für eine Aufregung – meine erste Seife – die ich gerne „Schokopudding mit Vanillesoße“ taufe – ist mir allem Anschein nach tatsächlich gelungen. Die Verseifung hat eingesetzt und sie duftet zauberhaft. Nun muss ich mich aber erneut 3 bis 6 Wochen gedulden. Denn so lange dauert die Trocknungsphase der Seife – leider.  


Das heißt also für mich WARTEN und in der Zwischenzeit mich an neue Seifenexperimente wagen.


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Kommentare: 1
  • #1

    Honey123 (Freitag, 27 März 2015 10:21)

    Sieht aus wie Kuchen!

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